Jod

Für eine gut funktionierende Schilddrüse, die durch ihre Hormone u. a. Stoffwechsel, Herzfrequenz, Blutdruck und Körpertemperatur steuert, ist Jod unabdingbar. Gerade bei einer rein pflanzlichen Ernährung ohne Fisch und Meeresfrüchte (die wir empfehlen) sollte auf eine ausreichende Versorgung geachtet werden.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen, täglich 200 µg Jod aufzunehmen. Die wichtigste Quelle ist jodiertes Speisesalz, was jedoch aufgrund der gleichzeitig negativen Effekte eines zu hohen Salzkonsums nicht den ganzen Jodbedarf decken sollte: 200 µg Jod entsprechen etwa zwei Teelöffeln Salz, die DGE empfiehlt jedoch, nicht mehr als 6 g reines oder in verarbeiteten Produkten befindliches Salz pro Tag zu verzehren. Außerdem kann der Jodhaushalt mit Hilfe von Meeresalgen aufgebessert werden, z. B. der moderat jodhaltigen Nori-Alge, die für Sushi verwendet wird. Nur wenig sollte man jedoch von hoch jodhaltigen Algen, z. B. Arame, Kombu, Wakame oder Hijiki, verzehren, da ein Jodüberschuss ebenso wie ein Jodmangel zu Schilddrüsenstörungen führen kann. Nahrungsergänzungsmittel mit Jod sind ebenso eine sichere Quelle und sorgen vor allem bei Schwangeren und Stillenden für eine ausreichende Jodzufuhr. Weiterführende Informationen zum Thema Jod finden Sie auf unserer Vegan-Taste-Week-Seite, im Beitrag des Mitglieds unseres Wissenschaftsbeirats Dr. Markus Keller und im Buch „Vegetarische Ernährung“ von Leitzmann und Keller.

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